Vom Abfassmädchen zum Background-Manager

Vom Abfassmädchen zum Background-Manager

Von der Materialkammer zum Backoffice: Zur Historie des Berufes der Pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten (PKA)

33,50 EUR

 inkl. gesetzl. MwSt.
 
Autor: Biela, Paul

2021, 270 S., kartoniert

ISBN: 978-3-9816591-9-1

Lieferzeit: 5-7 Werktage

Auf den Merkzettel
Die Pharmazie ist mehrere Jahrhunderte eine Domäne der Männer gewesen. Apotheker, Gehilfen, Lehrlinge und Hilfskräfte, wie Stößer und Laboranten, waren männlichen Geschlechts. Das änderte sich erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als Frauen, zunächst sehr zögerlich, sowohl mit akademischer Ausbildung wie auch als nicht-pharmazeutische Hilfskräfte in den öffentlichen Apotheken anzutreffen waren. Letztgenannte waren in der Regel jung, ledig und hatten oft nur die Volksschule besucht. Es gab für sie keinen Tarif, der die Gehaltszahlung regelte, und somit waren sie billige Arbeitskräfte, die ihr Betätigungsfeld in Buchhaltung, „gröberen Hilfsleistungen“ und vor allem „Abfassarbeiten“ fanden.
 
Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges nahm ihre Zahl zu, hielt sich aber dennoch in bescheidenen Grenzen. In der Weimarer Republik stieg die Zahl der Apothekenhelferinnen sprunghaft an. Zunächst nur als Notlösung in Kriegszeiten eingestellt, hatte sich ihr Einsatz bewährt.
 
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten erfuhren die Emanzipationsbestrebungen ein jähes Ende. Entsprechende Erlasse und die Änderung der Apothekenbetriebsordnung verschärften die Bedingungen der Tätigkeit der Apothekenhelferinnen. Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges änderte sich die Situation schlagartig. Die Apothekenhelferin war wieder gefragt. Die Helferin erhielt nun sogar eine staatlich anerkannte, zweijährige Ausbildung. Der 15. April 1940 ist die Geburtsstunde des Berufes der Apothekenhelferin.
 
Nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges nahm die Entwicklung des Berufes der Apothekenhelferin in den beiden deutschen Staaten unter Beibehaltung der dualen Ausbildung einen unterschiedlichen Verlauf.
Erst im wiedervereinigten Deutschland ist 1993 der Beruf der Pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten (PKA) geschaffen und staatlich anerkannt worden.
 
 


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Die Pharmazie ist mehrere Jahrhunderte eine Domäne der Männer gewesen. Apotheker, Gehilfen, Lehrlinge und Hilfskräfte, wie Stößer und Laboranten, waren männlichen Geschlechts. Das änderte sich erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als Frauen, zunächst sehr zögerlich, sowohl mit akademischer Ausbildung wie auch als nicht-pharmazeutische Hilfskräfte in den öffentlichen Apotheken anzutreffen waren. Letztgenannte waren in der Regel jung, ledig und hatten oft nur die Volksschule besucht. Es gab für sie keinen Tarif, der die Gehaltszahlung regelte, und somit waren sie billige Arbeitskräfte, die ihr Betätigungsfeld in Buchhaltung, „gröberen Hilfsleistungen“ und vor allem „Abfassarbeiten“ fanden.
 
Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges nahm ihre Zahl zu, hielt sich aber dennoch in bescheidenen Grenzen. In der Weimarer Republik stieg die Zahl der Apothekenhelferinnen sprunghaft an. Zunächst nur als Notlösung in Kriegszeiten eingestellt, hatte sich ihr Einsatz bewährt.
 
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten erfuhren die Emanzipationsbestrebungen ein jähes Ende. Entsprechende Erlasse und die Änderung der Apothekenbetriebsordnung verschärften die Bedingungen der Tätigkeit der Apothekenhelferinnen. Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges änderte sich die Situation schlagartig. Die Apothekenhelferin war wieder gefragt. Die Helferin erhielt nun sogar eine staatlich anerkannte, zweijährige Ausbildung. Der 15. April 1940 ist die Geburtsstunde des Berufes der Apothekenhelferin.
 
Nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges nahm die Entwicklung des Berufes der Apothekenhelferin in den beiden deutschen Staaten unter Beibehaltung der dualen Ausbildung einen unterschiedlichen Verlauf.
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